WAS LÄUSE NICHT RIECHEN KÖNNEN

„Mensch, du Dummkopf, weißt du nicht,
dieses ist dein Haarschopf nicht,
denn er ward auch uns gegeben,
dass wir froh und frei drauf leben!

Deine Haut ist uns're Haut,geschaffen,
unsereins zu nähren!
Darum kepple nicht so laut
Und beend' dein Wehren!

Es ist des Menschen Los zu schwitzen,
und Nahrung zu erzeugen,
indem wir an der Sonne sitzen
und uns zu ihm hinunterbeugen.

Nimm dein Schicksal endlich an!
Dein Platz ist unten, uns’rer oben,
Dein Maulen nichts dran ändern kann,
auch nicht dein unbeholf’nes Toben.

Du glaubst wohl, du wärst voller Macht,
indem du uns zerquetscht mit Qual.
Dabei verlierst du jede Schlacht
Aufgrund unserer Überzahl.

Ergib dich, nimm dein Schicksal hin!
Es ist mächtiger als du.
Sowahr ich Lois der Lauser bin,
las uns doch schlicht in Ruh!"

Obwohl ich vor Jahren dieses Gedicht, das tiefes Verständnis für den Lebenswillen für unser aller „Mitesser“ ausdrückt, geschrieben habe, kann ich ihre Lebensweise trotzdem nicht als besonders sympathisch empfinden. Leider begegne ich ihnen von Zeit zu Zeit in den Haaren meiner Kinder.

Lausbefall hat nichts mit Hygiene zu tun sondern allein damit, daß die Tierchen die Möglichkeit erhalten von einem 'Wirten' zum anderen zu wechseln. Das geschieht im Kindergarten oder der Volksschule, wo Kinder gerne die Köpfe zusammenstecken ganz leicht. 

Sie kleben ihre Nissen an die Haarschäfte und stecken selbst ihre Rüssel in die Kopfhaut um sich von unserem oder dem Blut unserer Kinder zu nähren. 

In solchen Fällen pflege ich "Verduftet!" zu rufen und meinen Kindern vor dem schlafengehen eine duftende Mischung ätherischer Öle in die Schöpfe zu massieren. 

Diese enthält 12 Tropfen Eukalyptus globulus, 10 Tropfen Lavendel (Lavandula angustifolia) und 7 Tropfen Geranie (Pelargonium graviolens) in 50 Mililiter Wildrosenöl (Rosa rubiginosa).

Nach dem Einmassieren in Haar und Kopfhaut setze ich ihnen eine Duschhaube auf und umwickle alles turbanartig mit einem Tuch. Am nächsten Morgen wird es mit Shampoo ausgewaschen und das Haar mit einem Nissenkamm gekämmt.

Das ganze wird 2 Wochen lang 3 bis 4 mal pro Woche gemacht, damit auch später schlüpfende Läuse erwischt werden.


Bedenken Sie: Viele Lausstämme haben Immunitäten gegen chemische Lausmittel ausgebildet, aber es gibt keine Immunitäten gegen ätherische Öle.

Lesen Sie hier mehr über

Eucalyptus globulusLavandula angustifoliaPelargonium graviolens

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